Jo Jonson vor der Buchmesse Leipzig. Im Hintergrund das Messegebäude und der See

Eindrücke der Buchmesse Leipzig

Nach über zwei Wochen komme ich endlich dazu, euch meine Eindrücke der Buchmesse Leipzig zu schildern. Das liegt daran, dass ich nicht nur extrem viele tolle Begegnungen zu verarbeiten hatte, sondern mich auch von einer fiesen Grippe erholen musste, die ich mir bei einem luftigen Shooting am Messe-Donnerstag mit Autorin Nadine Gerber zugezogen hatte 😀 Aber wie heißt es doch – wer schön sein will, muss leiden.

Lets talk about Mess(e), Baby

Eines kann ich ganz klar vorweg nehmen, nachdem ich 6 Jahre (durch Schwangerschaft und Corona) nicht mehr auf der Buchmesse Leipzig war, war die LBM 2024 mein absolut bestes Messeerlebnis ever. Das liegt natürlich daran, dass ich  zum ersten mal wirklich vorbereitet hingegangen bin und mir Treffen mit vielen tollen Leuten ausgemacht habe – darunter die Bloggerinnen Lea Beck und Katrin Böttcher, die Autorinnen Sarah Saxx und Doris Thomas sowie die Programmleitung von Digital Publishers Alexandra Völker. Dass man beim Warten im Nieselregen vor der Glashalle durchaus sogar Freundschaften knüpfen kann, bestätige ich hiermit gern, doch fangen wir am Anfang an.

Buchmesse Leipzig - Tag 1

Da ich ein menschenschaues Individuum bin, habe ich mir bewusst den Donnerstag und Freitag für meinen Messegang ausgewählt, da ich beide Tage als humane Buchmessetage in Erinnerung hatte. Wie sehr sich das im Laufe der Zeit gewandelt hat, erfahrt ihr noch.

Als ich am ersten Messetag ankam, waren die Pforten schon offen und ich lief direkt meiner sehr auffälligen und noch sympathischeren Kollegin aus dem Digital Publishers Verlag Doris Thomas in die Arme. Wie ich schreibt sie turbulent, romantische Liebesromane, die in Irland spielen und genau wie ich ist sie seit letztem Jahr offizielles Mitglied der deutschen Autorenvereinigung DELIA. Wir verbrachten beinahe den ganzen Tag zusammen, plauderten bei Kaffee und Pizza aus dem Nähkästchen und besuchten die Lesung unserer Kollegin Nadine Gerber aus ihrem neuen Roman “Zug um Zug zu dir”

Doch kurz nach unserem ersten Aufeinandertreffen trennten sich unsere Wege zunächst, denn ich hatte ein Date mit der lieben Lea Beack von Random House, der meine Rockstarromance “Lost in Afterglow” verschlungen hat.

Lea Beck und Jo Jonson auf der Leipziger Buchmesse 2024

Es folgten weitere erfrischene Treffen mit einer meiner Lieblingsbloggerinnen Katrin Böttcher und Stefanie von Lektorat Fernweh. Und am Nachmittag bildetete das Fotoshooting mit der lieben Nadine Gerber meinen krönenden Höhepunkt eines aufregenden ersten Messetages, an dessen Ende ich meine Füße überdeutlich spürte.

Die liebe Nadine ist leidenschaftliche Hobbyfotografin und eine wahre Meisterin hinter der Kamera. In nur 15 Minuten zauberten wir bei einem eiskalten Wind wunderschöne, professionelle Fotos zusammen, die eine sonnige Leichtigkeit versprühen.

Wenn ich an diesen ersten Tag auf der Leipziger Buchmesse zurückdenke, bin ich immer noch völlig platt, mit wie viel Herzlichkeit, ehrlichem Interesse und Liebe mir diese so unterschiedlichen Menschen entgegengetreten sind.

Kein Wunder, dass ich mich voller Schwung und Vorfreude an die Vorbereitungen für den zweiten Messetag machte, doch es sollte anders kommen…

Krank zur Leipziger Buchmesse - der Super GAU

Inzwischen bin ich bekannt dafür, dass ich mir gern mal eine Erkältung einfange, wenn für mich ein toller Urlaub oder wichtige Treffen bevorstehen. Letztes Jahr knockte mich eine fiese Erkältung ebenfalls zur Buchmesse aus und ich musste meine Karten schwerenherzens verfallen lassen. Auch am Morgen meines zweiten Messetages in diesem Jahr merkte ich schon, dass das Fotoshooting im kurzen Kleid bei 11 Grad und Eiswind keine gute Idee gewesen ist, doch ich schleppte mich trotz Bahnstreik tapfer frühzeitig zur Messe, wo ich mit vielen anderen fast eine Stunde vor dem Eingang kampieren musste, Bahnstreik in Leipzig sei Dank. Doch dort traf ich auf die Zauberhafte Katha, die nicht nur leidenschaftliche Leserin, sondern auch Bloggerin ist. Kurzerhand hängten wir uns an einander und verbrachten den “Tag” auf der Messe zusammen.

Schon beim Reingehen merkte ich, dass die Freitage auf der Leipziger Buchmesse nun anders sind. Sie sind die neuen Samstage! Es war furchtbar voll und ich Hochsensibelchen hatte kaum eine Chance, als mich mit ach und Krach bis zum Mittag zu schlagen, ehe ich nach Hause auf die Couch flüchtete. Doch davor durfte ich noch Alex Fuchs von Digital Publishers treffen, die mir verriet, welche Art von Romanen das kommende Jahr gesucht werden. Danach stieß ich überraschend mit Sarah Saxx zusammen, deren Buch “Everything I hate about you” ich gerade in den Händen hielt und mir kurzerhand signieren ließ. Das war mein kleiner Fangirl-Moment, obwohl wir am Nachmittag eigentlich zu einem Kaffee verabredet waren, den ich leider wegen Halsschmerzen absagen musste. Dennoch bin ich sehr glücklich mit der “Ausbeute” meiner diesjährigen Messe 🙂